Geldanlage

Vermögensverwaltung und die verschiedenen Möglichkeiten

Wohl dem, der sich Gedanken um seine Vermögensverwaltung machen kann. Aber ob eine unverhoffte Erbschaft, ein glücklicher Lottogewinn oder eine hohe Abfindung, jeder kann schnell zu einem mehr oder weniger großen Vermögen kommen. Und dann stellt sich schnell die Frage nach der bestmöglichen Option zur persönlichen Vermögensverwaltung.

Vermögensverwaltung und die verschiedenen Möglichkeiten

Bei der Verwaltung von Vermögen handelt es sich um weitreichende finanzielle Entscheidung, die Sie entweder selbst treffen können, bei der Sie sich beraten lassen können (Vermögensberatung) oder die eine dritte Person, also ein Vermögensverwalter, für Sie trifft. Natürlich ist es das Ziel, Ihr Vermögen zu vermehren.

Und wie bei allen Anlageformen gilt auch in der Vermögensverwaltung: je höher die gewünschte Rendite, desto höher das Risiko. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld Gedanken zu machen. Wer sein Vermögen selbst verwalten will, sollte sich über die verschiedenen Anlagegrundsätze der Vermögensverwaltung im Klaren sein. Dies setzt die eigene Recherche voraus. Wichtig ist es, auf den richtigen Mix (Diversifikation) zu achten. Diese ist abhängig von der Summe des Vermögens, von Ihrem Alter, von Ihrer Risikobereitschaft, den Zielen der Geldanlage, also ob die Rendite im Vordergrund steht oder die Sicherheit. Je höher das Vermögen ist, umso breiter kann man in den verschiedenen Anlageformen streuen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Liquidität. Wie kurzfristig müssen Sie an Ihr Geld kommen. Es gibt bei der Vermögensverwaltung keine allgemeingültigen Tipps und Ratschläge, das müssen Sie ganz individuell auf ihre persönlichen Umstände abstimmen. Wer sich den Stress der Selbstverwaltung ersparen möchte, setzt häufig auf einer der folgenden Möglichkeiten:

 

Vermögensverwaltung mit Fonds

Eine der beliebtesten Anlageformen ist die Vermögenseinlage in Fonds. Hierbei gibt es Fonds mit Einmaleinlagen oder mit dauerhaften Einzahlungen (Ansparfonds). Es ist auch die Kombination aus beidem möglich. Bei der Einlage in Fonds kümmert sich der Fondmanager um ihr Geld. Fonds werden nahezu von jeder Bank angeboten. Besonders beliebt sind Immobilienfonds, Aktienfonds und Indexfonds. Grundsätzlich bieten Fonds eine ordentliche Rendite, die weit über der beispielsweise eines Sparbuchs liegt, aber es werden auch gebühren fällig. Diese setzen sich aus Abschlussgebühren und Verwaltungsgebühren zusammen. Ein weiterer Nachteil von Fonds ist, dass sie sich bei den Renditeerwartungen immer nur auf die Vergangenheit stützen können. Die Entwicklung kann nicht garantiert werden. Gerade bei aktien- und Indexfonds ist die Anlagedauer daher entscheidend. Für kurzfristige Vermögensanlagen ist ein Fonds eher ungeeignet, da es an den Börsen häufig zu Kursschwankungen kommt, wo selbst sehr gut gemanagte Fonds Probleme bekommen. Langfristig erreichen Fonds eine überdurchschnittliche Rendite. Fonds werden nach unterschiedlichen Kriterien eingestuft. So erkennt der Fondanleger, ob es sich um einen sicheren Fond handelt mit geringerer Rendite oder einen riskanteren Fonds, der dafür höhere Renditeerwartungen hat. Auch hier gilt wieder, dass sie nach Ihrem persönlichen Anlageprofil vorgehen sollten.

 

Vermögensverwaltung mit Hilfe von Berater

Ein Vermögensberater hilft und berät bei finanziellen Entscheidungen. Das kann ein Bankberater sein oder auch ein unabhängiger Finanzberater. Doch aufgepasst – wirklich unabhängig ist natürlich niemand. Die Banken versuchen ihre eigenen Produkte zu verkaufen und auch der Berater wird für bestimmte Produkte Provisionen bekommen, unabhängig davon, ob er für seine Beratungstätigkeiten von Ihnen ein Honorar verlangt. Dennoch helfen diese selbstverständlich bei der Auswahl, was für Ihre persönliche Vermögensverwaltung die angemessene Anlagestrategie ist. Vorteilhaft ist es, wenn Sie sich beispielsweise von verschiedenen Banken beraten lassen. Dann haben Sie die Grundlagen und können selbst vergleichen und entscheiden. Deswegen handelt es sich auch nur um Berater und nicht um Verwalter.

 

Vermögensverwaltung durch einen Vermögensverwalter

Im Gegensatz zu den oben genannten Beratern, haben wir es hier wirklich mit einem Vermögensverwalter zu tun. Das bedeutet, Sie geben dem Vermögensverwalter quasi eine Blankovollmacht über Ihr Vermögen. Dieser wird eigenständig die Anlageentscheidungen treffen. Fast alle Vermögensverwalter haben hohe Mindestanlagebeträge, das geht meist bei etwa einer Million Euro los. Allerdings gibt es auch Privatbanken, bei denen Sie schon mir einer geringeren Anlagesumme in den Genuss einer professionellen Vermögensverwaltung kommen. Vermögensverwalter handeln eigenständig nach den mit Ihnen vereinbarten Anlagerichtlinien. Das bedeutet, dass in diesem Fall vertrauen eine sehr große Rolle spielt.

 

Egal, wie Sie sich entscheiden, die Möglichkeiten bei der Vermögensverwaltung sind vielfältig und hängen in erster Linie von Ihren ganz persönlichen Wünschen und Bedürfnissen ab. Am meisten Geld sparen Sie auf den ersten Blick natürlich, wenn Sie sich um ihr Vermögen selbst kümmern. Aber dazu sollte man bereits über einige Erfahrung in der Kapitalanlage verfügen. Ansonsten ist der Weg, jemanden zu zahlen, damit er sich um Ihr vermögen kümmert, oft der langfristig erfolgreichere Weg. Denn das Treffen von Finanz-Anlageentscheidungen kann böse Konsequenzen haben, wenn es von Gier, Angst oder einfach einem Bauchgefühl getrieben wurde. Vermögensverwaltung ist professionelles Vermögensmanagement, das sind Emotionen kein guter Ratgeber.

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