Schufafreies Darlehen mittels Schweizer Kredit
Wer trotz mangelnder Bonität schnell an ein Darlehen kommen möchte oder wer aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags keine Chance auf einen Kredit in Deutschland hätte, der wendet sich an Schweizer Geldinstitute. Doch ist der Schweizer Kredit wirklich so einfach und problemlos für jedermann zu bekommen?
Bei einem Schweizer Kredit sitzt die kreditgewährende Bank in der Schweiz. Wer nun glaubt, er könne dort riesige hohe Geldsummen finanzieren, der irrt gewaltig. Es ist wohl richtig, dass Schweizer Banken Darlehen von bis zu 3.500 Euro ohne die in Deutschland unumgängliche Prüfung der Bonität durch die Schufa gewähren, also einen schufafreien Klein-Kredit. Größere Summen werden auch in der Schweiz nicht ohne vorhergehende Prüfung des Antragstellers bewilligt.
Wer in Deutschland einen negativen Eintrag bei der Schufa hat, dem wird ein normaler Ratenkredit nicht bewilligt werden. Auch wer in Zukunft einen größeren Kredit in Deutschland aufnehmen möchte (beispielsweise eine Baufinanzierung) und vermeiden möchte, dass ein bereits laufender kleinerer Kredit zu Problemen führt, für den kann ein Schweizer Kredit attraktiv sein. Normalerweise führt der Weg zum Schweizer Kredit nicht direkt in die Schweiz, sondern der Antrag wird von speziellen Vermittlern einer oder mehreren Schweizer Banken vorgestellt.
Diese Vermittler arbeitet in der Regel übrigens auch nicht kostenlos. Er nimmt Verhandlungen mit der Schweizer Bank auf, im Erfolgsfall kommt es dann am Ende zu einem Darlehensvertrag zwischen dem deutschen Antragsteller und der Schweizer Bank. Ein weiterer Stolperstein: Die Schweizer Banken prüfen zwar keine Schufa-Einträge, einen Kredit ohne Bonität gibt es aber trotzdem keineswegs. Wer einen Kreditantrag über einen Vermittler in der Schweiz stellt, der muss zwingend einige Kriterien wie beispielsweise ein pfändbares, regelmäßiges Einkommen haben. Eine Altergrenze von 58 Jahren (in den neuen Bundesländern 55 Jahre) darf nicht überschritten sein und eventuell bereits bestehende Kredite in der Schweiz dürfen ein maximales Restsaldo von 600 Euro nicht überschreiten.
Genau im regelmäßigen Einkommen des Antragstellers liegt die einzige Absicherung der Schweizer Bank, die einen Kredit gewährt. Eine Gehaltsabtretung, wenn die Raten nicht mehr bezahlt werden können, ist üblich und im Vertrag fixiert. Fazit: Auch ein Schweizer Kredit ist für Arbeitslose und grundsätzlich Menschen ohne regelmäßiges Einkommen ebenso wenig realisierbar wie ein deutsches Darlehen.
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